WAZ-Serie: Mitmenschen
(WAZ, 21.02.1996) von de
Wolfgang Kläsener
Auf den Werdegang von Wolfgang Kläsener
können die Kettwiger mit Stolz blicken. Denn der Junge, der ab
seinem sechsten Lebensjahr in ihrem Stadtteil aufwuchs, entwickelte
sich zu einem fähigen Kirchenmusiker und Dirigenten, der eine
neue Konzertreihe in Ihrer St.-Peter-Kirche ins Leben rief und mit
seinem Chor, dem Kettwiger Bach-Ensemble, Wettbewerbe im In- und
Ausland gewann.
Kläsener ruhte sich nicht auf dem Staatsexamen der Folkwang-
Hochschule aus, sondern begann ein Aufbaustudium in Paris und lernte
bei Manfred Schreier in Stuttgart dirigieren. 1984 gründete er
einen kleinen Chor mit rund 20 Mitgliedern: das Kettwiger Bach-Ensemble
war geboren.
Und es errang bald Erfolge: 1991 den ersten Preis beim Wettbewerb
in Arezzo (Italien), 1993 beim internationalen Kammerchor-Wettbewerb
in Marktoberdorf. Besonders stolz ist das Ensemble auf einen Sonderpreis
beim internationalen Wettbewerb in Tours (Frankreich). Er wurde vom
französischen Kultusminister für die beste Interpretation
eines französischen Stücks verliehen.
Wolfgang Kläsener ist anzumerken, wie sehr ihm der Chor am
Herzen liegt. Zwar leitet er außerdem die wohIbekannte Kantorei
Barmen-Gemarke in Wuppertal, aber das sei "ein großes Ensemble,
und damit etwas völlig anderes."
Mit acht bis zehn Konzerten pro Jahr bereichert der Chor inzwischen
das Essener Kulturangebot, sucht aber noch nach weiteren
Auftrittsmöglichkeiten. Das nächste Chorkonzert findet am
31. März um 18 Uhr in St. Peter statt, mit Passionsmotetten von
Gesualdo und Poulenc.
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