Auf Zollverein geht´s am Wochenende heiß her
(NRZ, 27.05.1999) von Ulrich Führmann
Startschuß für die Route der Industriekultur
Daß führende Vertreter der Essener Berufsfeuerwehr in den letzten Tagen immer mal wieder zu Gast auf dem Gelände der Zechhe Zollverein sind, ist kein Zufall. Am kommenden Wochenende geht´s hier heiß her - im übertragenden und im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Höhepunkt des Riesen-Festes, mit dem der Komunalverband Ruhrgebiet am 29. und 30. Mai die Eröffnung der "Route der Industriekultur" feiert, soll die Welt-Urauffürung der RuhrknallZünfonie" sein. Und weil Kain Karawahn sich selbst als bekennenden Pyromanen bezeichnet, guckt die Feuerwehr bei den Proben schon mal ganz gern vorbei.
Ist vielleicht auch besser so. Denn bei der Inszenierung von Feuer-Fan Karawahn, an der neben vielen anderen Künstlern auch das Kettwiger Bach-Ensemble mitwirken wird, spielen Flammen die Hauptrolle. Sie schießen knallend aus den Rohren, bringen als brennende Bälle riesige Noten zum Klingen, vereinen Feuer und Musik zu einem Gesamtkunstwerk.
Etwas ruhiger aber nicht weniger spektakulär dürfte der Auftritt der französichen Tänzer-Truppe "Les-Passagers" sein, deren Mitglieder sich zum Vertikaltanz mit dem Titel " In die Höhe" vor der Leinwand abseilen. Beginn der Kunst-Aktion: Samstag ab 22 Uhr.
Amüsieren kann man sich aber schon vorher. Nach einem Festakt mit Ministerpräsident Clement beginnt das öffentliche Programm um 12 Uhr. Die Besucher können sich als Schmied, Seiler oder Zigarrenmacher versuchen, eine Fahrt mit dem Dampfzug-Modell unternehmen oder verschiedenen Künstlern über die Schulter schauen. Am Sonntag lädt der KVR, der rund 50 000 Besucher erwartet, von 11 bis 18 Uhr noch mal auf der Zeche ein. Dann aber ohne Feuerzauber.
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