Geschichte, Preise, Ehrungen

Das KETTWIGER BACH-ENSEMBLE wurde 1984 in Kettwig, einem Stadtteil von Essen, von seinem jetzigen Leiter Wolfgang Kläsener gegründet. Es besteht aus rund 25 jungen Musikern und musikinteressierten Laien, die aus weiten Teilen der Bundesrepublik etwa einmal pro Monat zu einem Probenwochenende anreisen.

Das Repertoire des KETTWIGER BACH-ENSEMBLES umfaßt überwiegend geistliche und weltliche A-cappella-Literatur aller Epochen. Es reicht von der frühen Mehrstimmigkeit über Madrigale der Renaissance und Motetten des Barock bis zu Werken der Moderne, etwa von György Ligeti, Arvo Pärt und Dieter Schnebel. Neben den Kompositionen J.S. Bachs nehmen die Werke von Francis Poulenc einen wichtigen Platz ein.

Das KETTWIGER BACH-ENSEMBLE zeichnet sich vor allem durch eine lebendige Interpretation der gewählten Werke sowie durch einen stets durchsichtigen Klang aus. Mit selten zu hörenden Werken hat es sich im In- und Ausland einen Namen gemacht. Neben regelmäßigen Konzerten in Essen, Nordrhein-Westfalen sowie im süddeutschen Raum führten zahlreiche Konzertreisen, Festivals und Wettbewerbe den Chor nach Italien, Israel, Österreich, Frankreich und in die Schweiz.

1991 gewann das KETTWIGER BACH-ENSEMBLE beim Internationalen Chorwettbewerb in Arezzo (Italien) fünf Preise:

  • 1. Preis Kategorie Gemischte Chöre
  • 1. Preis Kategorie Vokalensembles (ex aequo)
  • Sonderpreis für die beste Interpretation eines solistisch besetzten Werkes
  • Sonderpreis für den Dirigenten
  • Großpreis der Stadt Arezzo für den Gesamtsieger des Wettbewerbes
  • 1993 nahm das KETTWIGER BACH-ENSEMBLE am 3. Internationalen Kammerchorwettbewerb Marktoberdorf teil und bestätigte seine internationale Klasse mit einem 2. Preis.

    Wiederum zwei Jahre später folgte Pfingsten 1995 die Teilnahme am 24. Florilege Vocal de Tours (Frankreich), einem weiteren der großen europäischen Wettbewerbe. Hier wurde das KETTWIGER BACH-ENSEMBLE mit drei Preisen ausgezeichnet:

  • 1. Preis Kategorie freies Programm
  • 2. Preis Kategorie Gemischte Chöre
  • Sonderpreis des französischen Kultusministers für die beste Interpretation französischer Chormusik
  • Im Sommer 1995 wirkte das KETTWIGER BACH-ENSEMBLE mit großem Erfolg in einer Produktion von Henry Purcells "The Fairy Queen" im Rahmen der Brühler Schloßkonzerte mit.

    1996 folgte eine Kooperation mit Simon Carrington, einem Gründungsmitglied der "King's Singers". Dieser hatte das KETTWIGER BACH-ENSEMBLE beim Wettbewerb in Tours gehört und einen gemeinsamen Workshop vorgeschlagen.

    Höhepunkte des Jahres 1997 waren zum einen die Aufführung der h-moll Messe von J.S.Bach im Sommer des Jahres und zum anderen die Einladung zur Stunde der Kirchenmusik in der Stuttgarter Stiftskirche im Herbst.

    1998 folgte die zweimalige Aufführung der Marienvesper von Claudia Monteverdi im Rahmen der Uckermärkischen Musikwochen (Templin) und der Reihe Musik im grünen Buckow (Müncheberg), wovon das erste Konzert live im Deutschlandradio übertragen wurde. Dem heimischen Publikum wurde Werk im Dezember 1999 präsentiert.

    Neben der Mitwirkung bei der Eröffnung des IBA-Finales 1999 mit Beethovens Missa Solemnis wagte sich der Chor 1999 auch über die Grenzen der klassischen Chormusik hinaus mit dem Projekt RuhrknallZünfonie (zur Eröffnung der Route der Industriekultur ) und den Konzerten Rumoristica und auf der Bergischen Bienale wo mehrer Werke zur Uraufführung bzw. zur deutschen Erstaufführung kamen.


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