Mädchenheim
- 1906 von der Firma Scheidt an der Ringstraße für die frühen Kettwiger "Gastarbeiter" gebaut. Das waren junge Tuchfabrik-Hilfsarbeiterinnen aus Ost- und Westpreußen, von denen bis zu 150 im "Heim" wohnten. Die fremden Mädchen prägten damals noch das Kettwiger Ortsbild mit ihren "pollackschen" bunten Farben und Kopftüchern. Sonntags ging die Post ab, wenn die "Kurzjacken", die polnischen Bergarbeiter aus Essen und Umgebung, ihre Schicksen in Kettwig besuchten. Da es dabei nie ohne Schabau abging, gab's auch oft Stunk mit der einheimischen Jugend. Wie überall damals im Ruhrgebiet, bis die Polen "aufgesogen" waren im Völker-Mischmasch des "Pott".